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Was für ein Tag!

Der Tennisclub Winsen (Aller) feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Vereinsjubiläum und hatte hierzu alle Mitglieder sowie zahlreiche Gäste, Freunde und Förderer des Vereins zu einem feierlichen Festakt auf seine Anlage am Gildesweg eingeladen. In diesem schaute Marcus Frönd, Erster Vorsitzender des Vereins, auf die bewegte Vereinsgeschichte zurück. Dabei hob er nicht nur die Gründerzeit in den Jahren seit 1951 hervor, sondern verwies vor allem auf den „Geist“, der den Verein über viele Jahre und Jahrzehnte zu dem gemacht hat, was er heute ist: Ein Ort der sportlichen Begegnung und des Wettkampfs, aber vor allem auch der familiären und freundschaftlichen Atmosphäre und des vorbildlichen Engagements aller Mitglieder der immer größer werdenden Tennisfamilie. Egal, ob ein Ehrenamt bekleidet wird oder nicht – wenn innerhalb des Vereinslebens oder auf der Tennisanlage am Gildesweg irgendetwas zu tun ist, sind immer sofort viele helfenden Hände zur Stelle und packen mit an. Dieses wurde besonders in den vergangenen Wochen und Monaten spürbar, in denen die Anlage buchstäblich „auf links gedreht“ wurde. Die deutlich in die Jahre gekommenen Sandplätze bedurften dringend einer Generalüberholung. Also genau der richtige Zeitpunkt, jetzt den ganz großen Schritt zu wagen: Der Verein baute seine gesamte Anlage auf Ganzjahresplätze um. Aber neben den Plätzen inkl. einer modernen Beregnungsanlage wurden auch neue Wege angelegt, eine stromsparende LED-Flutlichtanlage installiert, das Kleinspielfeld und die Tenniswand erneuert, ein neuer Terrassenbelag verlegt, der Fahrradplatz nachhaltig mit wiederverwendeten Steinplatten befestigt und ein Teil der Einfriedung erneuert. Was lag jetzt näher, als auch die neuen Plätze im Rahmen der Feierlichkeiten zum Vereinsjubiläum gleich mit einzuweihen und ihrer sportlichen Bestimmung zu übergeben: Eine Trainings- und Wettkampfstätte für den schönsten Sport der Welt. Somit ist die Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Vereins gelegt. Besonders die sehr erfolgreiche Jugendarbeit stellt eine solide Basis für das Vereinsleben dar. „Deswegen ist der heutige Tag auch nur ein Zwischenschritt in der Vita des TC Winsen“, so Marcus Frönd in seiner Festansprache. Herausgestellt wurde an dieser Stelle das unermüdliche Engagement des zweiten Vorsitzenden, Axel Lindhorst. Ohne dessen unermüdlichen Einsatz über Wochen und Monate hinweg wäre der Umbau der Anlage in dieser Form sicherlich nicht möglich gewesen. Danke Axel!

Zahlreiche Gäste folgten der Jubiläumseinladung des TC Winsen
Zahlreiche Gäste folgten der Jubiläumseinladung des TC Winsen

Dieses ehrenamtliche Engagement hoben in ihren Grußworten auch sowohl Landrat Axel Flader, der Vorsitzende des Kreissportbundes, Hartmut Ostermann, der Regionaldirektor der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, Dirk Suhrkamp, und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Winsen (Aller), Olav Mangels, deutlich hervor. Der TC Winsen gehört zu Winsen.

Natürlich muss so ein Anlass neben der Anwesenheit der genannten und vieler weiterer Gäste auch sportlich entsprechend gewürdigt werden und so hatte sich der Verein etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die ehemalige Weltklassespielerin und frühere Damen-Bundestrainerin des Deutschen Tennis-Bundes, Barbara Rittner, war zu Gast und gab den beiden feierlichen Anlässen den entsprechenden Rahmen. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die Repräsentanten von WOHNWERKimmopulse, besonders an Jannik Randolph sowie an Hanne Peters-de Fockert und Dirk de Fockert, die den Besuch von Barbara Rittner sowie viele emotionale und zum Teil drohnengestützte Fotos ermöglicht haben.

Gratulierte zum 75. Vereinsjubiläum - Barbara Rittner
Gratulierte zum 75. Vereinsjubiläum - Barbara Rittner

Nachdem auch der Präsident des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB), Raik Packeiser, seine Glückwünsche überbracht, sein Gastgeschenk, eine neue Spielstandstafel, übergeben und die Jugendarbeit des TC Winsen gelobt und hervorgehoben hatte, entwickelte sich ein sehr unterhaltsames Interview mit der heutigen TV-Kommentatorin und sportlichen Direktorin eines Management-Startups, in dessen Rolle sie sich um den weiblichen Profi-Nachwuchs kümmert. So bezog Barbara Rittner auch ganz klar Stellung: „Work-Life-Balance passt nicht zum Wort Leistungssport.“ Auch die Ablenkung durch Social Media sieht die ehemalige Weltranglisten-24. als großes Problem: „Ich würde die ganzen sozialen Medien abschaffen“, sagte Rittner ernst, aber mit einem nicht zu übersehenden Lächeln, wohlwissend, dass sie die heutige Zeit in dieser Hinsicht wohl kaum verändern kann. Dennoch wurde bei dem ein oder anderen Jugendlichen ein kurzes Zucken registriert. Raik Packeiser ergänzte zustimmend: „Leistungssport ist etwas, das man wollen muss.“.

Mit viel Beifall wurde auch die Meinung Rittners zum aktuell Weltranglisten-Dritten bei den Herren, Alexander „Sascha“ Zverev, aufgenommen. „Wenn nur ein Spieler eine Schwächephase von Jannik Sinner (derzeit Weltranglisten-Erster) ausnutzt, gewinnt Sascha Paris (French Open).“ Zverev würde bei einem positiven Turnierverlauf erst im Finale auf den Italiener treffen können, gegen den er allerdings die letzten Spiele alle verloren hat.

Damit auch der Leistungsgedanke nicht zu kurz kam, hatte der Verein das TNB-Mobil eingeladen. Viele fleißige Helferinnen und Helfer hatten auf zwei Plätzen verschiedene Stationen für die kleinsten Tenniscracks aufgebaut. Hier konnten sich die Kinder in zahlreichen Koordinationsaufgaben, einem Hindernisparcours und diversen Übungen für das Ballgefühl beweisen. Es ging in erster Linie um den Spaß an der Bewegung, der sportliche Ehrgeiz konnte den sog. „Kleinen“ aber an keiner Stelle abgesprochen werden. Zur Stärkung gab es ein kindgerechtes Buffet und am Glücksrad konnten sich kleine Preise „erdreht“ werden.

Aber natürlich konnte auch Barbara Rittner nicht ohne Einsatz auf dem Tenniscourt wieder nach Hause verabschiedet werden. Zuerst gab sie einen Einblick in die Trainingswelt für Jugendliche. In diversen Übungen brachte sie Justus, Ben und Vincent innerhalb kürzester Zeit zum Schwitzen. Die zahlreichen Zuschauer konnten dem Geschehen gut folgen, denn Barbara wurde vorher mit einem Headset ausgestattet. So gab sie für alle gut hörbar immer wieder Hinweise und hilfreiche Tipps an die Jugendlichen weiter. Es war interessant zu beobachten, wie auch der ein oder andere Erwachsene aufmerksam zuhörte und sicherlich ein paar Ideen zur Verbesserung des eigenen Spiels gedanklich mitnahm. Im Anschluss an die Trainingssession folgte dann ein „Promi-Doppel“, in dem sich Anke Resener und Marcus Frönd dem Doppel Rittner/Packeiser gegenüberstanden. Hier stand natürlich auch der Spaß im Vordergrund, doch die Winsener Paarung zeigte sich in einer beeindruckenden Frühform zu Beginn der Saison. So sparte dann auch Barbara Rittner nicht mit Lob für Anke und unseren Ersten Vorsitzenden. Zum Abschluss wurde Barbara dann nochmal richtig gefordert. Unser Ranglisten-Erster, Thomas Hähne, zeigte, was mit jahrelanger Erfahrung auf dem Platz alles möglich ist. Es gab nicht nur einen Ball, dem Barbara etwas ungläubig hinterherblickte und so zollte sie Thomas den verdienten Respekt. Alle Zuschauer waren sich einig: Das war tolles Tennis!

Aber Tennisspieler können auch feiern … und so hatte das Festkomitee für den Abend ein tolles Fest vorbereitet, in dem die Vereinsmitglieder dann unter sich blieben. Es wurde viel über diesen tollen Tag geredet, geschlemmt, gesungen, getanzt und in die Zukunft geschaut – auf einer der modernsten Tennisanlagen in der Region.

Der TC Winsen ist und bleibt eine große Tennisfamilie und lädt alle Interessierten ein im Gildesweg vorbeizuschauen. Tennis macht einfach Spaß.

Der TC Winsen bedankt sich an dieser Stelle nocheinmal ausdrücklich bei allen Unterstützern und Förderern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, aber auch bei unzähligen privaten Spendern für die Hilfe und Zuwendungen in unterschiedlichsten Formen in den vergangenen Wochen und Monaten. Der Verein schaut somit einer gesicherten Zukunft entgegen und kann sich auch weiterhin seiner tollen Kinder- und Jugendarbeit widmen. Danke!

Der Vorstand des TC Winsen (Aller)

Text: Marco Schmidt (Pressewart)

Bilder: Privat

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